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Geschichte

Man schreibt das Jahr 1922, als sich aus Sterzing ein junges Ehepaar nach Algund auf den Weg machte. Es handelte sich um den Bäckermeister Vincenz Tauber Jahrgang 1888, und seine Frau Anna geb. Niedermair. Sie hatten das Gasthaus Traubenwirt im Dorfkern von Algund erworben. Sofort ging Herr Vincenz daran, die ebenerdigen Räume zu einer Bäckerei mit Laden umzubauen. Fortan betrieb Frau Anna das Gasthaus, während Herr Vincenz Tauber die Algunder mit seinen Backwaren versorgte.
Das Ehepaar Tauber hatte vier Kinder, zwei Söhne und zwei Töchter. Aus der zweiten Ehe des Bäckermeisters stammt eine weitere Tochter. Der Älteste, im Jahre 1919 geborene Josef, entscheidet sich schon früh für den Beruf seines Vaters. Seine Gesellenjahre absolviert er in der väterlichen Bäckerei. Durch seinen für die Ernährung der Bevölkerung wichtigen Beruf, wurde er nicht zum Kriegsdienst eingezogen. Die Bäckerei Tauber konnte so über die Kriegsjahre offen gehalten werden.
In den 50er Jahren legte Herr Josef Tauber die Meisterprüfung erfolgreich ab. Mit seiner, aus dem Vinschgau stammenden und in Wien aufgewachsenen Frau Milena, geb. Casett, ging er im Jahr 1958 die Ehe ein. Im selben Jahr übergibt Meister Vincenz Tauber, nach 53 jähriger Tätigkeit, den Betrieb seinem Sohn Josef. Zunächst arbeitet das Ehepaar Tauber nach bewährtem Rezept weiter, Frau Milena als Wirtin und Hausfrau und Herr Josef in der Backstube, in der er nach wie vor einen Gesellen und zwei Lehrlinge beschäftigt.
Frau Milena schenkt vier Kindern das Leben: Silvia kommt 1961 zur Welt, gefolgt von Gaby 1965, Joachim 1967 und Michaela 1971. Nach längerem Leiden verstirbt Herr Josef Tauber im Jahre 1978. Diese familiäre Katastrophe meistert Milena in bewundernswerter Weise. Um die zukünftige Existenzgrundlage ihrer teilweise noch kleinen Kinder nicht zu gefährden, führt sie zusätzlich zu ihren bisherigen Pflichten, die Bäckerei mit einem angestellten Bäckermeister weiter. Silvia entlastet die Mutter von Anfang an mit aller Kraft. Auch die drei jüngeren Kinder übernehmen schon frühzeitig allerlei Aufgaben. Sobald die Kinder alt genug sind, beteiligt Frau Milena sie, in Form eines Familienbetriebes, am Betrieb.
Für Joachim stellte sich nie die Frage der Berufswahl. Es war ihm seit jeher klar, daß er einmal, wie sein Vater und Großvater, Bäckermeister sein würde. Im Jahre 1990 macht Joachim Tauber den Bäckermeister. Zwei Jahre später erfolgt eine neuerliche Umstrukturierung der Firma. Frau Milena Tauber gründet mit Silvia, und Joachim die "Bäckerei Tauber & CO OHG". Gabi, die inzwischen in Burgeis verheiratet ist, und Michaela verzichten auf eine Beteiligung an der OHG. Das Gasthaus wird aufgelassen.
Mit dem Ende des Jahres 1994 ist Frau Milena Tauber in Pension gegangen und hat Ihre Geschäftsanteile an Silvia und Joachim abgetreten. Joachim übernahm die Position des Geschäftsführers. Frau Milena verstarb nach längeren Leiden im Jahre 1997 und hinterließ ihren Kinder einen gutgehenden Betrieb, der mittlerweile zu einer Bäckerei mit 7 Angestellten herangewachsen war.
Meister Joachim Tauber plant für die nächste Zukunft die Neugestaltung des Betriebes. Im übrigen wird er bestrebt sein, durch rationelle Produktionsabläufe und Erzeugung von Backwaren höchster Qualität, den verschärften Wettbewerbsbedingungen zu begegnen.